Übersicht Kampfkunst Bernd Geupel |
| JAPAN |
| BUDO |
Kriegskunst |
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Japanischer Oberbegriff für die Kampfkünste, die unter dem Aspekt des DO (der geistig, -philosophisch-moralischen Lehre des Weges) aus dem BU-JUTSU (den Kampftechniken und –methoden der Krieger, jap. BUSHI) entwickelt wurden. Dieser japanische Oberbegriff gilt deshalb strenggenommen nur für die japanischen Kampfkünste. |
| JUDO |
Vor etwa 100 Jahren aus dem JU-JUTSU der Samurai von dem japanischen Gelehrten JIGORO KANO entwickelt. Heute olympischer Wettkampfsport. |
| AIKIDO |
Der Weg der Harmonie. Von MORIHEI UYESHIBA aus einem der vielen Zweige des JU-JUTSU entwickelt. Wurf- und Hebeltechniken aus kreisförmigen Ausweich- und Gegenangriffsbewegungen. Es gibt keinen Wettkampf. |
| KENDO |
Der Weg des Schwertes. Wurde aus dem KEN-JUTSU, den Techniken mit dem Schwert, entwickelt. Heute die verbreitetste Kampfkunst in Japan. |
| KYUDO |
Der Weg des Bogens. Entwickelte sich aus den Techniken des Bogenschießens KYU-JUTSU, kein Wettkampf. |
| KARATEDO |
Gilt heute, seit es , ursprünglich von OKINAWA stammend, in den 30er Jahren im Mutterland Japan unter dem Einfluß einer allgemeinen Renaissance der Kampfkünste nach den Prinzipien des DO eine Weiterentwicklung erfuhr, auch als BUDO.
Vier große Stilrichtungen in Japan: SHOTOKAN, WADO-RYU, GOJU-RYU, SHITO-RYU. Wettkampfsport.
Im KYUKUSHINKAI des MASUTATSU OYAMA werden Wettkämpfe im Vollkontakt ohne Schutzausrüstung durchgeführt. Bruchteste haben einen großen Stellenwert. |
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| Daneben gibt es in Japan noch weitere Kampfkünste, die bei uns wenig oder gar nicht bekannt sind: |
| IAI DO |
Der Weg des Schwertziehens. Gilt als der edelste Weg der BUDO-Praktiken. Wird ohne Partner mit dem echten Schwert geübt. Heute nur noch als intellektuelle Disziplin für die Schulung des Geistes und der Konzentration. Existiert als selbständige Abteilung im japanischen Kendo-Verband. |
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| JU-KENDO |
Kunst mit Schwert und Gewehr.
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| HOJUTSU |
Kunst des Umgangs mit der Kanone. |
| SOJUTSU |
Speerkunst. |
| NAGINATA |
Lange Lanze mit Schwertähnlicher Schneide, wird von Frauen geübt. |
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| BOJUTSU |
Der Kampf mit verschieden langen Stäben. |
| BAJUTSU und YABUSAME |
Reitkunst und Bogenschießen zu Pferde. |
| TANTO-JUTSU |
Messertechniken. |
| SUMO |
Der Ringkampf. |
Als Besonderheit ist noch das SHORINJI-KEMPO des DOSHIN SO zu nennen, der lange Zeit im Auftrag der japanischen Regierung in China lebte. Sein Ziel war es, die Tradition der Mönche des SHAOLIN-Klosters wieder aufleben zu lassen. Hat heute in Japan über 1 Million Mitglieder.
In den letzten 20 Jahren erfuhr bei uns vor allem das JU-JUTSU eine Renaisance. Hauptsächliches Ziel ist dabei, effektive Techniken für den Ernstfall zu trainieren. Die Techniken (Jutsu) für diesen vordergründigen Zweck sind also die Hauptsache und nicht eine geistig-moralisch-, philosophische Lehre (DO). Streng genommen also nicht zum BUDO, sondern höchstens zum BU-JUTSU zu zählen. |
| NINJUTSU |
Aber nicht einmal das kann das in letzter Zeit, besonders auch durch Filme bei uns bekannt gewordene NIN-JUTSU der NINJA für sich in Anspruch nehmen: Die NINJA waren Kämpfer die zu allen Bevölkerungsschichten gehören konnten, nur nicht zu den SAMURAI. Man bediente sich ihrer nämlich als gedungene Mörder. Gemeine und hinterlistige Aktionen, die sich mit dem Ehrenkodex der Samurai, dem BUSHIDO (BUSHI-Krieger) nicht vereinbaren ließen, wurden als Auftragsarbeit an die NINJA vergeben. NIN-JUTSU beinhaltet also alle effektiven Techniken des Tötens, ohne die Spur eines moralischen Gewissens oder auch nur eines Ehrenkodex. |
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| KOBUDO |
wörtlich kleines BUDO, ist die Bezeichnung für die auf OKINAWA von den unteren Bevölkerungsschichten meist aus landwirtschaftlichen Geräten entwickelten Waffen, mit denen sich diese gegen SAMURAI verteidigten.
Am bekanntesten, spätestens seit den Bruce Lee Filmen, ist das NUNCHAKU das sind mindestens zwei, aber auch mehrere Stücke Hartholz (jeweils 30 bis 60 cm lang), die durch Schnüre oder Ketten verbunden sind und zum wirbelnden Schlagen (Schwingen), Stoßen, Blockieren... verwendet werden können. Das NUNCHAKU wurde aus dem Dreschflegel entwickelt.
Andere landwirtschaftliche Geräte lieferten weitere Waffen des KOBUDO |
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| KUSARIGAMA |
Sichel mit Kette verbunden |
| TONFA |
Zwei Hartholzstäbe mit Griff zum Schlagen, Stoßen und Blockieren. |
| BO |
Kampfmethoden mit verschieden langen Stöcken. |
| SAI |
Zwei wie Grillspieße aussehende Waffen aus Stahl. |
| TEKKO |
Schlagring |
| TIMPE |
Kampf mit Schild und kurzem Speer. |
| Unter dem Oberbegriff BUDO werden heute gerne alle fernöstlichen Kampfkünste vereinnahmt, was aufgrund von deren eigenständiger Entwicklung und Verwurzelung in anderen Kulturkreisen als jenem, aus dem sich das japanische BUDO entwickelte, nicht korrekt ist. Richtiger ist deshalb, sie so zusammenfassen: |
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